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Ein kurzer Einblick in unsere Entstehungsgeschichte

 

Am 8. September 1863 – das war vor über 140 Jahren - wurde mit damals 32 Personen der Turnfeuerwehrverein Plattling gegründet, welcher schon 2 Monate später der Marktverwaltung von Plattling die Mitteilung machte, dass er die Brandbekämpfung übernehmen könne. Noch im selben Jahr stifteten einige Frauen Plattlings dem Verein eine von ihnen gefertigte Fahne, die am 31. Juli 1864 feierlich übergeben wurde.

Bei Bränden im Markt wurde damals von einem Trompeter alarmiert, wonach man sich beim Haus des 1. Vorstandes sammelte um sich von dort zum Brandplatz zu begeben.

Die Feuerwehr verfügte schon damals über eine Druckspritze, mehrere Leitern, Schläuche und Schutzausrüstung sowie Dienstuniformen. Die für damalige Mittel sehr moderne Freiwillige Turnfeuerwehr übernahm die Löschhilfe bis zu 6 Stunden Entfernung!

 

1875 wurde eine neue Saug- und Druckspritze, und im Jahr 1877 noch eine weitere erworben. Im gleichen Jahr wurde auch die erste fahrbare Schubleiter angekauft.

 

Das Feuerwehrgerätehaus in der Deggendorfer Straße konnte im Jahr 1893 bezogen werden. Zu diesem Zeitpunkt gab es 95 aktive und 55 passive Mitglieder. Am 4. März 1894 wurde beschlossen, den Namen Turnfeuerwehr fallen zu lassen. Die Generalversammlung beschloss die Umbenennung in Freiwillige Feuerwehr- Corps Plattling.  In diesem Jahr wurde der erste „Rauchapparat“ beschafft, heute sagt man Atemschutzgerät , mit dem es möglich war, in raucherfüllte Räume vorzudringen.

 

Die erste Dampfspritze mit einer Pumpenleistung von etwa 450 Litern/min. wurde am 20. Oktober 1895 in Plattling angeliefert. Dieses Schmuckstück ist bis heute erhalten und ist im Deutschen Museum in München ausgestellt. In der Wehr befanden sich nun 124 aktive sowie 64 passive Mitglieder.

 

1897 wurde die erste „Feuertelefonverbindung“ zwischen dem Telegrafenamt des Bahnhofes und dem Feuerwehrhaus gebaut. Zugleich wurde eine elektrische Weckerlinienanlage eingerichtet. Mit dieser war es möglich, per Telefon 6 Feuerwehrmänner gleichzeitig zu alarmieren. Bis zum Jahr 1913 wurden die Läutwerke, die in den Wohnungen der Feuerwehrmänner installiert wurden, auf die Anzahl von 48 ausgebaut. Teile dieser Weckerlinienanlage sind bis heute im Feuerwehrhaus gelagert und erhalten.

 

Das Jahr 1899 ging in Plattling als „Unglücksjahr“ in die Geschichte ein. Viele Brände und schwere Regengüsse hielten die Wehrmänner auf Trab. Ein Hochwasser der Isar überschwemmte fast die ganze Stadt. Der damalige Schriftführer Franz Xaver Bauer wurde zum Kommandant gewählt.

 

Die erste „Balance- Schubleiter“ wurde 1901 beschafft und in den Dienst gestellt. Diese Leiter ist bis heute im Besitz der Feuerwehr Plattling.

 

Am 26. März 1930 gab es erstmalig eine Berichterstattung über Jugendarbeit in Plattling.

 

Erst im Jahr 1933 wurde in Plattling mit dem Bau der langersehnten Ortswasserleitung begonnen. Da Plattling hier sehr spät dran war, war die Ausrüstung der Feuerwehr wiederum für damalige Verhältnisse hochmodern, um das Defizit der fehlenden Wasserversorgung auszugleichen.

 

Im Oktober 1934 wurde eine Gedenktafel für die im Weltkrieg 1914/18 gefallenen Mitglieder der Feuerwehr und der Sanitätskolonne enthüllt. Diese Tafel ist bis heute erhalten und hängt im Feuerwehrgerätehaus in Plattling.

 

Der Name „Kommandant“ wurde nach einem Beschluss im Jahr 1935 in den Namen „Wehrführer“ geändert. Zu diesem Zeitpunkt gehörten der Wehr 276 aktive sowie 58 passive Mitglieder an. Dies dürfte wohl der größte Mitgliederstand in der Geschichte der Feuerwehr Plattling gewesen sein.

 

Ein neues Löschfahrzeug LF 15 konnte im Jahr 1943 in den Dienst gestellt werden. Durch den 2. Weltkrieg schwand der Mitgliederstand bis ins Jahr 1946 auf 70 Personen. Die Ausrüstung der Feuerwehr trug große Schäden davon.

 

1961 wurde ein neues TLF 16 gekauft und das alte LF 15 außer Dienst gestellt. Die Wehr hatte in diesem Jahr auch 4 neue Preßluftatmer (Matter) erhalten. Am 21. Dezember 1962 wurde Max Niefanger zum neuen 1. Kommandanten gewählt. Hans Kiefl übernahm das Amt des Vorstandes. Josef Kappl wurde 2. Kommandant.

In diesem Jahr gehörten der Wehr Plattling 102 aktive, 39 passive sowie 48 fördernde Mitglieder an.

 

Eine Tragödie für die Stadt Plattling trat im Jahre 1963 ein, nachdem alle 4 Pumpen der Stadtwerke im Brunnengelände in Eisenstorf ausgefallen waren. Hier half die Feuerwehr und baute in 2 Tagen eine 1,6 km lange Schlauchleitung zum Wasserturm und sicherte so die Wasserversorgung der Stadt Plattling.

 

Am 13. April 1967 wurde eine neue Drehleiter DL 18 aus dem Werk in Ulm abgeholt, die als ältestes Fahrzeug bis zum heutigen Tag Ihren Dienst in unserer Feuerwehr übernimmt. Walter Duschl wurde am 3. November 1967 zum Vorstand gewählt.

 

1970 wurde ein LF 8 und ein VW- Kombi beschafft. Valerie Baronner übernimmt das Amt der Fahnenmutter.

Im Oktober 1970 wurde Josef Kappl zum 1. Kommandanten und Otto Voit als sein Stellvertreter gewählt. Die Wehr hat 68 aktive, 30 passive , sowie 93 fördernde Mitglieder.

 

Den ersten Sprechfunk in ihren Fahrzeugen erhielt die Feuerwehr Plattling 1973, und der erste

Rettungsspreizer konnte 1975 in Dienst gestellt werden.

 

Die ersten Planungen für unser jetziges Feuerwehrhaus begannen im Jahre 1976. 1978 wurde die Drehleiter DL 30 beschafft. Vor 24 Jahren übernahm die Polizeiinspektion Plattling die Alarmierung der Feuerwehren rechts der Donau. Am 18. Juli 1980 wurde Richtfest des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Deggendorfer Straße 35a gefeiert. Noch in diesem Jahr wurden 15 Meldeempfänger beschafft. Die „stille Alarmierung“ wurde somit eingeführt. Die Wehr zählte 84 Aktive.

 

1981 wurde in Plattling ein Kreisfeuerwehrtag abgehalten. Eine vom Landkreis beschaffte Lichtgiraffe wird in Plattling stationiert. Ebenso wurde das heute 23 Jahre alte LF 16 beschafft.  Unser heutiges TLF 16 konnte vor 22 Jahren in den Dienst gestellt werden.

 

Am 11. September 1983 feierte die Feuerwehr Plattling ihr 120- jähriges Gründungsfest. 

 

Der alte VW- Mannschaftstransporter konnte 1987 gegen einen neuen Mercedes- Transporter ersetzt werden.

Im November 1988 wurde Günter Fuchs zum 1. Kommandanten, Max Amesberger zu seinem Stellvertreter und Werner Dischinger zum Vorstand gewählt.

 

1990 beschaffte die Stadt Plattling für die Feuerwehr einen Rüstwagen RW2 sowie einen Versorgungslastwagen. Vom Verein wurde von Spendengeldern ein Einsatzleitfahrzeug BMW gekauft. Ein neues TLF 24/50 konnte 1993 vom Ziegler- Werk in Giengen abgeholt werden.

 

Im Frühjahr 2001 übernahm Oliver Mahal das Amt des 1. Kommandanten, sein Stellvertreter wurde Christian Rohrmeier. Zum 1. Vorstand wurde Steffen Buscke gewählt. Im Herbst 2001 wurde das alte Einsatzleitfahrzeug verkauft und durch einen neuen BMW X5 ersetzt.

 

2002 wurde Christian Rohrmeier zum 1. Kommandanten, Steffen Buscke zum Stellvertreter und 1. Vorstand sowie Harald Choc zum 2. Vorstand gewählt.

 

Im Jahr 2003 konnte eine hochmoderne neue Drehleiter DL 30 aus dem Magirus- Werk in Ulm abgeholt werden. Des weiteren wurde vom Stadtrat der Bestellung eines neuen RW2 als Ersatzbeschaffung für unseren im letzten Jahr verunfallten Rüstwagen zugestimmt.

 

Die Technik hat in den vergangenen 35 Jahren einen rasanten Fortschritt gemacht, die alle Feuerwehrfrauen- und Männer immer mehr fordert. Dieser großen Verantwortung stellen sich in der Feuerwehr Plattling derzeit 71 aktive, 24 passive sowie 27 fördernde Mitglieder.

Wir haben eine funktionierende Jugendgruppe mit engagierten Jugendwarten, viele Atemschutzgeräteträger, von denen ein Teil die Atemschutzpflegestelle Plattling betreut, wir haben gute Maschinisten, ausgebildete Dienstgrade und Feuerwehrmänner.

Regelmäßige Treffen von unserem Stammtisch der Altkameraden gehören an die Tagesordnung.

Auch bei Veranstaltungen haben wir immer helfende Hände welche sich um das leibliche Wohl oder die Organisation kümmern.