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Plattlinger Feuerwehrleute übten in "The Ship"



Aus- u. Weiterbildung im internationalen Trainingscenter in Edinburgh

Während ihres fünftägigen Aufenthalts in Schottland hieß es für die Plattlinger Feuerwehrleute nicht nur Sight-seeing. Da es eine Partnerschaft zwischen den Feuerwehren aus Plattling und der group 9 aus den Scottish Borders ist, stand wie bei jeder Reise, der Erfahrungsaustausch und Besichtigungen von Feuerwehrhäusern und die Demonstrationen der Feuerwehrfahrzeuge samt Ausrüstung auf dem Programm.

Der Höhepunkt war am Freitag der Besuch im internationalen Trainingscenter für Feuerwehrleute in Edinburgh. Die Plattlinger Feuerwehrleute, alle Atemschutzträger, verbrachten hier einen vollen Urlaubstag für die Aus – und Weiterbildung.

Um 8:00 Uhr chauffierten Scott Munro & Kenny Pierce mit dem Minibus die Gruppe von Selkirk nach Edinburgh zur Feuerwache der Berufsfeuerwehr in der MacDonald Road.
Dort wurden die Plattlinger Feuerwehrleute vom stellvertretenden Chef der Berufsfeuerwehr in Edinburgh, Wayne McCollin, persönlich begrüßt. Er freute sich in seinem Grußwort über diese lebendige internationale Freundschaft zwischen den Feuerwehren.
Tom McGrath, der die Übung hier für die Plattlinger möglich gemacht hatte, sowie Neil Scott von der Berufsfeuerwehr Edinburgh und Kenny Pierce aus Selkirk und Mitglied der Flughafenfeuerwehr waren anwesend. Der Lehrgangsleiter Kenny Munro hieß alle Plattlinger herzlich willkommen, und legte sogleich mit dem Theorieunterricht los. Katja Lochmahr übersetzte die Anweisungen der Ausbilder jeweils ins Deutsche.

Am Vormittag lehrte man die Menschenrettung aus einem brennenden und verrauchten Gebäude. Den Plattlingern wurde erklärt was das Wichtigste bei einem solchen Einsatz ist.
Wichtig in einem total finstern Gebäude ist das richtige Vorantasten. Außerdem ist die Kommunikation von großer Bedeutung. Ständiger Kontakt untereinander ist überlebenswichtig in einem derartigem Einsatz.

Danach ging es zum Ankleiden mit dem in Schottland üblichen Feuerwehrschutzanzug. Unter diesem Schutzanzug ist noch ein Overall zu tragen. Eine flammensichere Kopfhaube ist selbstverständlich. Anschließend ging es zur Einweisung an den Atemschutzgeräten. Die Plattlinger stellten sofort fest, daß diese Geräte wesentlich leichter sind als die in Bayern.
Atemschutzgerätewart Alan Morton gab den Teilnehmern wichtige Tipps.

Dann ging es endlich zur Übung in “ The Ship “. Die Übungsanlage hat die Form eines Schiffaufbaus. Diese Trainingsanlage wird ebenfalls von der Marine zur Ausbildung Ihrer Offiziere verwendet.
Diese besteht aus sage und schreibe 4 Stockwerken und sucht wohl in Bayern seinesgleichen. In allen Stockwerken sind links und rechts jeweils etliche Räume. Die Anlage wurde zusammen mit 4 schottischen Feuerwehrleuten begangen. Es war dort stockdunkel und alles voller Rauch. Außerdem wurde den Plattlingern im wahrsten Sinne des Wortes eingeheizt. Alle “ versteckten Personen “ wurden von der Gruppe aus Plattling entdeckt.

Die Ausbilder waren voll des Lobes von dem Ausbildungsstand der freiwilligen Feuerwehrleute aus Plattling. Sie waren die erste, ausländische, freiwillige Feuerwehr die hier üben durfte.

Nach der ersten Übung ging es dann zum Mittagessen und am Nachmittag stand Teil 2 der Ausbildung auf dem Programm. Darin ging es um das Löschen von Feuern unter Atemschutz in “The Ship“.

Wie am Vormittag wurde auch hier in der Theorie alles durchgesprochen und die richtige Vorgehensweise bei den verschiedenen Bränden erläutert.
In der Übungsanlage wurde den Plattlingern jetzt richtig eingeheizt.

Auch jetzt konnten in der verrauchten und finsteren Übungsanlage alle Feuer richtig gelöscht werden. Die Plattlinger Feuerwehrleute haben sich auch hier gut präsentiert.
Alle Ausbilder waren angenehm überrascht über den Wissensstand der Gruppe. Für die Plattlinger war es ein lehrreicher Tag an dem ein jeder für sich etwas dazulernen konnte. Ein Beweis, daß man aus einer guten internationalen Freundschaft dazulernen kann.

Die Plattlinger bedankten sich am späten Nachmittag bei den Ausbildern und bei Tom McGrath für diesen informativen und interessanten Tag und traten anschließend wieder die Rückfahrt nach Selkirk an.